Auf vielfachen Wunsch und Nachfrage der Mitglieder hat sich der Vorstand des HABV e.V. aktuell und grundlegend mit dem Umgang mit Verdachtsfällen von sexualisierter Gewalt beschäftigt.

 

Hierzu haben wir Informationsmaterial zusammengetragen und werden noch vertiefende Informationen an unsere Mitgliedsvereine herausgeben. Beim Deutschen Boxsportverband (DBV) und dem Hamburger Sportbund (HSB) haben wir wenig finden können. Vermutlich sind diese Strukturen dort auch noch im Aufbau. Immerhin hat der DBV seit dem 05.02.2018 eine Frauenbeauftragte. Bislang haben wir auf den Homepages dieser Spitzenverbände aber nichts Geeignetes finden können.

 

Auf der Internetseite der Deutschen sportjugend (dsj) findet man aber einen Handlungsleitfaden bezüglich sexualisierter Gewalt. Mit Gewalt im Übrigen und Diskriminierungen beschäftigt sich noch kaum jemand. Ausgangspunkt ist die vom Deutschen olympischen Sportbund (DOSB) seit 2010 propagierte Kultur des Hinschauens. Der Schutz des mutmaßlichen Opfers und die Aufklärung der Taten ist maßgeblich. Auch der Umgang mit Tätern, also mit Personen, denen eine Straftat nachgewiesen werden konnte, ist Thema

Sehr geehrte Mitglieder,

Zusammenfassend ergeben sich folgende wichtigste und erste Interventionsschritte:

 

  • Verdachtsäußerungen ernst nehmen und gewissenhaft prüfen
  • Protokoll erstellen, sachlich, wertungsfrei, mit Namen, Daten, Fakten
  • Beweisaufnahme der Strafverfolgungsbehörden nicht durch suggestive Beeinflussung des mutmaßlichen Opfers erschweren
  • Mutmaßliches Opfer an externe Beratungsstellen vermitteln
  • Strafverfolgung und Beratung sind nicht Aufgaben der Vereine
  • Umsicht und Diskretion gegenüber allen Beteiligten
  • Kontaktunterbrechung zwischen Betroffenen und Verdächtigen
  • Suspendierung des Verdächtigen bis zur Klärung
  • Fürsorge gegenüber Vereinsmitgliedern und –kollegen beinhaltet auch, keine Vorverurteilung vorzunehmen.

 

Der HABV e.V. ist fest entschlossen, zukünftig nach diesen Regeln zu handeln. Um dieses Vorgehen fester zu verankern und vor allem Trainer zu sensibilisieren ist z.B. eine Unterrichtseinheit in den C-Trainer-Ausbildungen geplant. Wir werden unsere Internetseite verlinken mit den wichtigsten Informationsseiten der Spitzenverbände und mit Beratungsstellen.

 

Im Umgang mit dem Verdachtsfall des Verbandstrainers Christian Morales ist gegen die o.g. Regeln von nahezu allen Vorstandsmitgliedern eklatant verstoßen worden. Die Aufgabe der Vertrauensperson war an die Rechtswartin vergeben, die im Namen des HABV e.V. ohne wirksamen Vorstandsbeschluss die Strafanzeige erstattet hat. Es ist eine Vorstandssitzung einberufen worden, ohne alle Vorstandsmitglieder anzuschreiben. Es sind Mitteilungen an die Presse gemacht worden, wobei die Namen der Betroffenen offenbart worden sind. Das Thema wurde in den Medien und sozialen Netzwerken ausgebreitet usw. Das hat zu einem tiefen Zerwürfnis innerhalb des Vorstands geführt. Es ging soweit, dass einige Vorstandsmitglieder ihr Amt niedergelegt hatten und der Vorstand vorübergehend handlungsunfähig war. Das soll sich nicht wiederholen. Deshalb möchte der Vorstand des HABV e.v. diese Aufgaben nun an ehrenamtlich Tätige aus dem Kreis der Mitgliedsvereine vergeben und wird insgesamt alle Mitglieder besser über den Umgang mit Verdachtsfällen informieren.

 

Und der HABV e.V. geht noch weiter: wir beschränken uns nicht auf Fälle von sexualisierter Gewalt, sondern wollen jegliche Gewalt und Diskriminierung aufgreifen.

 

 

   

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